Dienstag, 1. Dezember 2009

Ostkuestentrip

G`day Germany,

frohen ersten Advent. Ich sitze hier im warmen Australien und nach Weihnachten ist mir ueberhaupt nicht,auch wenn hier ein paar kuenstliche Weihnachtsbaeume neben Palmen stehen :)

Es ist viel passiert in der letzten Zeit,da ich meinen grossen Ostkueste Trip gestarten habe.

Zuerst ging es von Cairns nach Magnetic Island,eine wunderschoene und traumhafte Insel,nicht so tropisch wie in Cairns aber voll mit Eukalyptus Baeumen und jede menge Tiere,gerade angekommen wurden wir schon von einem Kukuburra (auch lachender Hans genannt,einer der Nationalvoegel Australiens) empfangen und nach dem Essen beim Guitarre spielen tollten ein paar Opossums um uns herum. Am nachfolgenden Tag haben wir einen Walking-Track zu einer alten Bunkeranlage auf einem Berg gemacht in der hoffnung unsere ersten Koalas zu sehen. Und siehe da...gleich nach 300m sitzen schon die ersten 2 faul und vollgedroehnt mit aetherischen Oelen oben im Eukalyptus Baum. Unterwegs hoch zum Berg sahen wir noch 2 die auf augenhoehe in einer Astgabel sassen und gepennt haben :) Die kleinen,moppligen schlafenden Tierchen haben mich ein bisschen an meinen geliebten Vater erinnert :)))

Mit der Faehre ging es dann zurueck aufs Festland von wo unser Bus nach Airlie Beach ging.
Nach einer Nacht im Hostel in Airlie Beach ging es schon aufs Boot,also hiess es,Uniform anziehn,Seesack packen und Leichtmatrose Steiner war bereit in See zu stechen :) Gesagt getan,es ging los auf einen 3Tage und 2Naechte Segeltrip um die Whitsundays, unser Boot war ein "kleines" Holzboot mit 22Leuten + 5Crew. Der erste Segeltag bestand darin, Kajueten beziehen,Essen,kennenlernen und sich zum Sonnenuntergang dem leckeren Weinchen aus einer silberfarbenen 4liter Tuete widmen.
Am zweiten Tag ging es um 6 Uhr leicht taumelnt und ein bisschen flau im Magen los,d.h. wir wurden liebevoll von der ratternden Eisenkette des Ankers aus dem Dilirium gerissen :) Unser erster Stop war Whithaven Beach,womoeglich einer der Schoensten Straende der Welt,99,7%tiger Quarzsand,das heisst keinerlei verunreinigung und !!strahlend!! weiss,der absolute wahnsinn und schwer vorstellbar aber wahr.
Zurueck auf dem Boot fuhren wir weiter zu unserem Schnorchenspot,wunderschoen und voller Fische und einer Schildkroete.
Den Abend liessen wir wieder gemuetlich mit dem Sonnenuntergang ausklingen,aber diesmal ohne Alcohol fuer mich.:) Nach dem die dunkelheit angebrochen war besuchte uns ein Schwarm von 10-15 grossen Thunfischartigen Raubfischen die im Schein unseres Lichtes kleine Fische jagdten,nach einer Weile sprang ploetzlich ein Delfin um unser Boot herum und genoss das Blitzlichtgewitter unserer Kameras.
Den letzten Tag Schipperten wir wieder gemuetlich richtung Heimathafen.

Weiter ging es nach Rainbow Beach wo unsere Fraser Island Tour auf uns wartete.
Es gab ein Briefing am Morgen vor der Tour im Hostel und am naechsten Tag ging es dann los,wir wurden in 2 Gruppen a 11Leute auf 2 4wheeldrive Jeeps aufgeteilt und mussten dann das Auto mit Zelten,Isomatten,Gaskochern,Proviant usw beladen und los ging die grosse fahrt,rauf auf die Faehre und ab auf die Insel ohne Strassen.
Auf der Insel angekommen blieben wir erstmal prompt im Sand stecken und alles freigraben und anschieben hat nix geholfen,zu unserem Glueck zogen uns eine Gruppe Australier mit ihrem Jeep aus dem Sand sodass die wilde Fahrt weiter gehen konnte. Ueber huckel und Schlagloecher in denen locker ein Smart reinpassen koennte erreichten wir den Lake McKenzie...ein Suesswassersee auf der Insel der mit Worten schwer zu beschreiben ist,strahlend blau und glasklar.Weiter ging es ueber den Inlandstrack zu unserem Zeltplatz wo wir auch gleich anfingen zu kochen und den Abend mit einem Bierchen ausklingen zu lassen. Am 2ten Tag ging es schon frueh los, 6uhr aufstehen und um 8 fuhren wir los mit Ziel Lake Wabby,ein anderer See aber diesmal gruen. Der Lake Wabby liegt direkt am Fusse einer Sandduene die steil am Ufer abfaellt,sodass man sich prima ins Wasser rollen lassen konnte,was natuerlich gleich von mir ausprobiert wurde. Nach einer menge Spass ging es weiter Richtung Indian Head,der aeusserste Zipfel der Insel von dem wir Delphine,Schildkroeten und Rochen beobachten konnte. Da der Tag sich dann auch schon wieder dem ende zuneigte schlugen wir unser Nachtlager am Strand auf.
Nachdem die Zelte errichtet waren und die Frauen sich ums Essen kuemmerten,sind Andy,Kohei(Japaner) und ich (MAENNLICH) mit einem Bier und einem Klappspaten bewaffnet runter zum Wasser gegangen mit dem Plan eine Sandburg zu errichten,nach 2Stunden und geschaetzten 2kubikmetern Sand war das Meisterwerk fertig,dann wurde auch schon zum Essen gerufen.
Die Dingos liessen ein bisschen auf sich warten,bis alle im Bett waren ausser ich und zwei andere.Ploetzlich rief Mathias der gerade zum pinkeln gegangen ist: "DINGOS!!". Ich drehte mich um und 2meter hinter mir standen 2 und guckten mich an,wedelten aber mit dem Schwanz, sahen freundlich aus und gingen weiter.
Am 3ten Tag ging es wieder mit 70km/h am Strand zurueck zur Faehre,unterwegs sahen wir noch ein;zwei Dingos und hatten jede menge Spass.

Jetzt bin ich in Brisbane und berichte euch bald erneut von meinen Abenteuern.

Bis Bald. Eike